Modder gegen Microsoft: Schwere Vorwürfe in Sachen Datenabfrage

Microsoft Windows Phone 71 Modder gegen Microsoft: Schwere Vorwürfe in Sachen Datenabfrage

Big Brother is watching you? Wie der Modder Rafael Rivera, besser bekannt für sein Jailbreak für Windows Phone 7, jetzt bestätigte, ist da etwas dran. Microsoft solle Nutzerdaten und Informationen über den Aufenthalt der Nutzer sammeln. Unerlaubt, versteht sich. Und selbst dann, wenn der User der Kamera-Applikation diese Funktion verweigere. Ausgangslage der Vorwürfe ist eine aktuelle Klage gegen das Unternehmen und sein mobiles Betriebssystem, die Rivera jetzt untermauerte.

Im Zuge der Klage bestritt man in Redmond die Vorwürfe aufs Heftigste, kündigte an, sich zu diesen noch detailliert zu äußern. Passiert ist seitens Microsoft noch nichts. Das Unternehmen schweigt, Rivera indes nicht. Der Modder wird konkreter: Noch bevor User überhaupt eine Erlaubnis dazu erteilen könnten, sendet Windows Phone 7 bereits entsprechende Daten an die Serveradressen agps.location.live.net und inference.location.live.net. Dazu zählen unter anderem die Version von WP7, die Hardware-Spezifikationen, aber auch Daten über die Wireless Access Points in unmittelbarer Nähe des Anwenders inklusive MAC-Adressen und GUID-Identifikationen.

Datenübermittlung ohne Zustimmung

Zu Rafael Riveras Behauptungen lässt auch hier eine Antwort Microsofts auf sich warten. Der Modder kann allerdings nicht nachweisen, dass Redmond die abgefragten Informationen tatsächlich auch speichert. Fakt sei nur, dass sich Microsoft in puncto Datenabfrage der Aufenthaltsorte der Nutzer selbst widersprochen haben, denn laut Rivera werden definitiv Daten noch vor einer User-Zustimmung übermittelt.