Sie gibt es immer wieder, und sie kommen aus allen Branchen. Die Schauspieler, Fußballer oder aber eben auch Top-Manager, die eines vereint: Einige unterschätzen nach wie vor offenbar die Medienwirksamkeit von eigenen Posts in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook. Vom besonders hohen Blamage-Faktor bis hin zur Kündigung ist anschließend alles drin. Davon kann auch Joe Marini ein Lied singen.
Marini war einst Manager bei Microsoft, bis das Software-Unternehmen ihn vor die Tür setzte. Aus Sicht der Redmonder „zwitscherte“ der unvorsichtige Joe wohl etwas zu viel, vor allem aber weniger firmenfreundlich. Auf Twitter habe er noch vor der offiziellen Vorstellung der neuen Nokia-Smartphones über diese geplaudert. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen noch dazu weniger charmant und äußerst – gelinde formuliert – kritisch. Wegen Missachtung der Geheimhaltungsvorgaben feuerte Microsoft seinen bisherigen Programm-Manager für die Windows Phone Web-Plattform deswegen im September.
Eine vielsagende Stellenbeschreibung – im wahrsten Sinne des Wortes
Google allerdings dürfte amüsiert reagiert haben, bot das Unternehmen doch Joe Marini jetzt einen neuen Job an. Auf Twitter beschreibt Martini sein Stellenprofil als Entwickler-Betreuer für Mobile Apps, Web, Produktmanagement, Strategie, API Plattformen und Community-Beziehungen. Nun, vor allem mit letzterem dürfte der kontaktfreudige Marini sicherlich die geringsten Probleme haben. Aber ob Google sich einen Gefallen mit seiner Einstellung tut, bleibt abzuwarten. Die Community wäre gewiss gegen einige Vorabdetails von Herrn Marini nicht abgeneigt.

