Das Zauberwort heißt „User Experience“. Und das weiß auch Microsoft. Gemeint ist damit die Erfahrung, die der Nutzer mit einem Produkt macht, dessen Nutzung idealerweise zum Erlebnis wird. Indirekt jedenfalls gibt das Unternehmen aus Redmond zu, sich bei seinem mobilen Betriebssystem Windows Phone zunächst voll auf den Reifeprozess konzentriert zu haben. Nun aber wolle man schneller als bislang technische Features integrieren.
Dabei hinken Smartphones mit Windows Phone eigentlich gar nicht zu weit hinter der Konkurrenz hinterher. Die wartet zwar immer öfter beispielsweise mit Dual-Core-Prozessoren auf, wo es bei Smartphones mit Windows Phone 7.5 nach wie vor Prozessoren mit einem einzelnen Kern sind. Nur nutzen auch die cleveren Mobiltelefone mit Android und deren Apps den zweiten Kern bislang so gut wie nie. Aaron Woodman ärgert sich darüber maßlos. Der Leiter für mobile Kommunikation bei Microsoft sagt: „Aber Hauptsache sie haben es auf die Packung und die Plakate geschrieben und Kunden basieren ihre Entscheidungen darauf.“
Handy als Händewärmer – Elop: „Das braucht man nicht“
Ganz unrecht dürfte Woodman damit zwar nicht haben – aber so ist nun einmal der Status Quo, und Microsoft wird das Kundenverhalten in den meisten Fällen auch nicht ändern können. Deswegen wolle man sich bei Microsoft aber weiterhin auf das Benutzererlebnis konzentrieren. „Dinge richtig machen“ will Woodman mit den integrierten neuen Features. Ein gereiftes Windows Phone als Betriebssystem soll dabei helfen. Oder um es in den drastischen Worten von Nokia-Boss Stephen Elop auf den Punkt zu bringen: „Man braucht kein Quad-Core-Handy, solange man seine Hände nicht in der Tasche wärmen möchte.“

